Exoten im Garten – Gingko

Der Gingko ist eine ganz besondere Pflanze. Er gehört zu der Gruppe der Gingkoales, einer sonst ausgestorbenen Pflanzengattung. Botanisch zählt er zu den Nadelbäumen. Das charakteristische an einem Gingko sind die Blätter. Sie sind langstielig und am vorderen Ende fächerförmig geformt. Der Fächer unterteilt sich in zwei Lappen.

Die Blätter sind circa 10 Zentimeter breit und von tiefgrüner Farbe. Im Herbst färben sie sich gelb. In der Medizin gilt Gingko als durchblutungsfördernd und wird gegen Gedächtnisstörungen eingesetzt.

Der Gingkobaum stammt ursprünglich aus China. Von dort wurde er nach Japan gebracht und kultiviert. Um 1730 kam der Gingkobaum als Zierbaum nach Europa. Er gehört zur Familie der Gingkogewächse und wird in freier Natur bis zu 30 Meter hoch. Im Herbst färbt sich sein grünes Blätterkleid gelb und fällt ab.

Der Gingko im Garten

Für den Garten ist der Gingko ein sehr attraktiver Baum. Er wird als Symbol des Lebens bezeichnet, da er von der Eiszeit bis heute überlebt hat. Gingkoblätter gelten als Glückbringer und werden von vielen Menschen verehrt.

Der Gingkobaum ist frosthart und kann Temperaturen bis zu -28 Grad Celsius überstehen. Er ist unempfindlich gegenüber Krankheiten und Schädlingen und benötigt im ausgewachsenen Zustand wenig Pflege. Gingkopflanzen werden ein- oder mehrjährig mit Wurzelballen im Handel angeboten.

Im Garten sollte ein halbschattiger Standort ausgewählt werden. Im Schatten wächst der Gingko langsamer. Der Standort sollte nach den späteren Ausmaßen des Baumes ausgewählt werden. Junge Gingkobäumchen brauchen die ersten 3 Jahre noch etwas Pflege und Schutz. Der Gingko muss regelmäßig gegossen werden. Zudem sind ein Schutz vor praller Sonne und ein Frostschutz wichtig.

Es empfiehlt sich, die Gingkos in den ersten Jahren im Haus zu überwintern. Sie dürfen im Frühling in den Garten, wenn sich die ersten grünen Blattspitzen zeigen. Im Frühjahr sollte der Schössling vom Topf in die Erde gesetzt werden. Er bevorzugt feuchte, tiefe Lehmböden, welche gut durchlüftet sind.

Der erwachsene Gingko

Wenn der Baum circa sechs Meter hoch ist, braucht er nicht mehr gegossen werden. Er ist nun in der Lage, sich den örtlichen Gegebenheiten anzupassen. Erwachsene Gingkos werden circa 10 Meter groß. Sie blühen in den Monaten April/Mai und entwickeln ihre mirabellenähnlichen Früchte in den Monaten Oktober/November.


Veröffentlicht am 13. November 2012 mit folgenden .

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